IHK-Jahresbericht 2022

44 IHK zu Schwerin | Bericht 2022 Schweriner Sachverständigen-Runde Die zweite Schweriner SachverständigenRunde 2022 fand am 5. Dezember statt. Die Veranstaltung wurde mit einem Grußwort von IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach eröffnet. Den rund 50 teilnehmenden Sachverständigen zollte er seine Anerkennung für deren mehrjährige, teils gar jahrzehntewährende Tätigkeit. Als Referentin stand Annika Thein, Vorsitzende Richterin am Landgericht Hamburg, zum Thema „Sachverständige bei Gericht – Leitlinien aus der Praxis“ zur Verfügung. Thein skizzierte den Weg vom Beweisbeschluss eines Gerichts über die Beauftragung eines Sachverständigen bis hin zur Erstellung eines Gutachtens und zur Anhörung vor Gericht. Hierzu tauschten sich die Sachverständigen angeregt mit der Referentin aus. Schweriner Steuerforum 2022 Am 13. Dezember 2022 veranstaltete die IHK zu Schwerin gemeinsam mit dem Bund der Steuerzahler Mecklenburg-Vorpommern und dem Steuerberaterverband Mecklenburg-Vorpommern im Ludwig-Bölkow-Haus das Schweriner Steuerforum. Der Einladung folgten über 30 Teilnehmer. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Steuer- und Finanzpolitik in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen noch richtig aufgestellt ist. Finanzminister Dr. Heiko Geue betonte, dass die Landespolitik die Herausforderungen für die Bürger und Unternehmer sehe. Der Landtag habe einen Nachtragshaushalt beschlossen, der durch einen Härtelfallfonds weitere Gelder bereitstelle, die für konkrete Hilfsmaßnahmen verwendet werden sollen. Kein Unternehmen und kein Bürger solle aufgrund der aktuellen Krisen Insolvenz anmelden müssen. Dr. Rainer Kambeck, Leiter des Bereichs Wirtschafts- und Finanzpolitik, Mittelstand der DIHK, hinterfragte, ob die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft noch stimmten. Dabei stellte Kambeck den Teilnehmern zunächst die steuerlichen Maßnahmen der Politik in der Krise im Detail vor. Grundsätzlich seien diese zwar hilfreich, aber noch nicht ausreichend. Insbesondere bei der internationalen Unternehmenssteuerbelastung würden deutsche Unternehmen mit einer Steuersatzbelastung von 30 Prozent stärker belastet als andere EU-Unternehmen. Hier bedürfe es einer Senkung auf den EU-Durchschnitt von 22 Prozent.  Der Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin Siegbert Eisenach, begrüßte die Teilnehmer der Schweriner Sachverständigen-Runde im Dezember 2022 herzlich. Bild: IHK

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