IHK-Jahresbericht 2025

11 IHK zu Schwerin | Bericht 2024 rung der Rahmenbedingungen stellten eine Vielzahl der wirtschaftspolitischen Akteure vor Herausforderungen. In den IHK-Gremien vertieft diskutiert wurden dringend erforderliche Verbesserungen. Auf der Agenda war die zukunftsfähige Ausgestaltung der Raumplanung des Landes MV und für die Wirtschaftsregion Westmecklenburg. Der Bedarf an neuen Gewerbeflächen entlang der Hauptinfrastrukturachsen, aber auch die Ausweisung von mehr Flächen auch in den Teilregionen für Wohnraum wurden als dringlich benannt. Weitere GE- und Gl-Flächen sind zudem ein wichtiges Argument für Neuansiedlungen. Die Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften bedingt auch eine kostengünstige Unterbringung. Bundesweit sind Industrieflächen mit Abstand zur Wohnbebauung rar - ein erheblicher Standortvorteil für MV. Energieinfrastruktur Ständiger Diskussionspunkt bei zahlreichen Gremiensitzungen ist das Thema Ausbau der Erneuerbaren Energien, aber auch die Nutzung von Vorteilen hieraus. Kannten die Kosten für Strom, Gas und andere Energieträger lange Zeit nur eine Richtung, so entspannte sich der Markt zusehends. Aber durch den Ausbau der erneuerbaren Energien – Windenergie und Solarparks - steigen die Kosten zur Netzanbindung im Mittelspannungsbereich. Und diese sind umzulegen auf die Kilowattstunde verbrauchter Strom. Die Erzeugungsmenge und der Ist-Verbrauch in Westmecklenburg klaffen weit auseinander. Zwar erfolgte in der jüngeren Vergangenheit eine bundesweite neue Aufteilung. Aber die Kosten in MV sind zu hoch im EU-weiten Vergleich, eine deutliche Senkung der Stromsteuer auf den EU Durchschnitt liegt in weiter Ferne. Und auch der unmittelbare Nutzen in MV erzeugte Energie und Direktnutzung durch hiesige Unternehmen konnte auch in 2025 nicht erfolgversprechend umgesetzt werden. Wasserstoff Ebenfalls weit entfernt ist MV von einer Vorreiterstellung mit Wasserstofferzeugung und Nutzung. Viele Konzepte aus der Vergangenheit harren der tatsächlichen Umsetzung. Erst fehlt der Wasserstoff, dann fehlt die Abnahme und Nutzung. Es fehlen die Rahmenbedingungen für die Etablierung nachhaltiger Geschäftsmodelle, um den grünen Strom für die Elektrolyse zu nutzen und lokale Wertschöpfungsketten aufzubauen. Nach wie vor wird mit erheblichen Kostenaufwand abgeregelt und nicht die Umwandlung in speicherfähige Medien in Gang gesetzt. Die auch für MV gefertigten Studien zum Thema Wasserstoffanwendung in der Mobilität zeigten Chancen auf zum Markthochlauf bei flächendeckend rund sechs Wasserstofftankstellen. Umgesetzt wurde in 2025 Nichts. Weit entfernt ist MV auch beim beschlossenem Bau des Wasserstoffkernnetzes. Die nun geplanten Leitungen im östlichen Landesteil versorgen aber nicht den mittleren und westlichen Teil des Landes MV mit dem Speicher in Kraak mit anbinden. Die Wasserstofferzeugung und Verteilung in Westmecklenburg ist noch weiter in die Zukunft geschoben worden.  Die Gesamtlänge des genehmigten Kernnetzes beträgt 9.040 km  Die Investitionskosten belaufen sich auf 18,9 Milliarden Euro  Die Einspeise- bzw. Ausspeisekapazitäten betragen rund 101 GW bzw. 87 GW  Baubeginn: 2025  geplante Fertigstellung: 2032 Quelle: Bundesregierung

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