erlernen. Dieses Ergebnis zeigt, dass die duale Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern für viele junge Menschen die richtige Wahl für den Start in das Berufsleben ist und eine hohe Passgenauigkeit zwischen Berufswunsch und Ausbildungsplatz erreicht wird – ein starkes Signal für die Qualität der Beruflichen Bildung. Die Entscheidung für eine duale Ausbildung wird vor allem durch den Praxisbezug geprägt: Rund 96 Prozent der Auszubildenden geben an, dass dieser Grund voll oder eher zutrifft. Ebenso wichtig sind Übernahme- und Karrierechancen, die für etwa 91 Prozent ausschlaggebend sind. Für knapp 94 Prozent war entscheidend, dass die beruflichen Aufgaben ihren Interessen entsprechen. Auch die Nähe zum Wohnort (rund 79 Prozent) und eine verlässliche Vergütung (etwa 82 Prozent) spielen eine bedeutende Rolle. Diese Ergebnisse zeigen, dass die duale Ausbildung für die große Mehrheit der jungen Menschen eine attraktive und zukunftssichere Wahl darstellt. Rund 78 Prozent der Auszubildenden sind für ihre Ausbildung nicht umgezogen und haben ihren Betrieb nahe dem Wohnort gefunden. Die Erreichbarkeit der Lernorte spielt eine große Rolle: 63 Prozent benötigen weniger als 30 Minuten zum Ausbildungsbetrieb, während die Wege zur Berufsschule für über 7 von 10 Auszubildenden länger als 30 Minuten dauern. Für den Schulweg nutzen 61 Prozent öffentliche Verkehrsmittel, zum Betrieb hingegen häufiger das eigene Fahrzeug (27 Prozent), während der ÖPNV hier mit 36 Prozent dominiert. Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig Mobilität, eine gute Verkehrsanbindung im ländlichen Raum und die auskömmliche Finanzierung von weiten Berufsschulwegen und Internatsplätzen für die Attraktivität der dualen Ausbildung sind. Bei der Berufswahl spielen praktische Erfahrungen und persönliche Kontakte eine entscheidende Rolle. Praktika sind mit 55 Prozent die wichtigste Unterstützung, gefolgt von Internetrecherche und Social Media mit 44 Prozent sowie Ausbildungsmessen mit 24 Prozent. Auch Ferienjobs und Beratungsgespräche tragen spürbar zur Orientierung bei. Beim Zugang zum Ausbildungsbetrieb dominiert das persönliche Umfeld: 49 Prozent der Auszubildenden wurden über Familie, Freunde oder Bekannte auf ihren Betrieb aufmerksam. Danach folgen Unternehmenswebseiten mit 29 Prozent und Praktika oder Ferienarbeit mit 23 Prozent. Die Agentur für Arbeit und Online-Stellenbörsen spielen ebenfalls eine relevante Rolle, während Social Media und Printanzeigen deutlich weniger Einfluss haben. Ein Großteil der Auszubildenden ist von Unterrichtsausfällen betroffen. 43 Prozent berichten, dass sowohl allgemeinbildende als auch berufsspezifische Fächer betroffen sind, 34 Prozent nennen vor allem allgemeinbildende Fächer und 23 Prozent berufsspezifische Fächer. Die Häufigkeit variiert: 35 Prozent erleben Ausfälle manchmal, 34 Prozent selten, während 15 Prozent dies oft und 6 Prozent sogar sehr oft angeben. Nur rund 10 Prozent sind nie betroffen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Unterrichtsausfall ein ernstzunehmendes Problem in der Berufsschule bleibt. Die Qualität der Ausbildung im Betrieb wird von den Auszubildenden überwiegend positiv bewertet. 91,8 Prozent stimmen voll oder eher zu, dass ein gutes Betriebsklima herrscht. Die Begleitung durch Ausbilderinnen und Ausbilder wird sogar von 85 Prozent als positiv empfunden. Auch das Image des Betriebs überzeugt: 91,5 Prozent bewerten es als gut oder sehr gut. Besonders hervorzuheben ist die Organisation der Ausbildung – über 82 Prozent bestätigen, dass diese gut strukturiert ist, etwa durch Ausbildungspläne oder klare Abläufe. Diese Ergebnisse zeigen, dass die duale Ausbildung in den Betrieben nicht nur fachlich, sondern auch sozial und organisatorisch auf einem hohen Niveau stattfindet. 40 IHK zu Schwerin | Bericht 2025
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