19 Wirtschaftspolitische Positionen 2026 I Öffentliche Fachkräfteförderung bündeln und strategisch steuern Fachkräfte- und Standortmarketing strategisch ausbauen Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention stärken Attraktive Alltagsinfrastruktur für Fachkräfte sicherstellen Fachkräfte gezielt willkommen heißen und integrieren Die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften erfordert koordinierte Maßnahmen auf Landes- und regionaler Ebene. Marketingkampagnen, Rückkehrer- und Pendlerformate sowie nationale und internationale Akquiseaktivitäten sind bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und dauerhaft zu finanzieren. Doppelstrukturen sind zu vermeiden. Eine klare fachliche und organisatorische Federführung ist sicherzustellen. Die Wirtschaft ist als Partner frühzeitig einzubinden. Erfolgreiche unternehmerische Beispiele und Karriereperspektiven aus Mecklenburg-Vorpommern sind national und international sichtbar zu machen. Ein abgestimmtes Vorgehen regionaler, landesweiter und nationaler Akteure erhöht Reichweite und Wirksamkeit. Ziel ist die nachhaltige Positionierung des Landes als attraktiver Standort zum Leben, Arbeiten und Studieren. Die Gesundheit der Beschäftigten ist ein wesentlicher Faktor der Fachkräftesicherung. Prävention, sektorenübergreifende Gesundheitsangebote und innovative Maßnahmen sind gemeinsam mit der Wirtschaft auszubauen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Kleinstbetriebe benötigen passgenaue Unterstützung. Der Zugang zu Angeboten ist unbürokratisch zu gestalten. Bestehende Maßnahmen sind zu koordinieren und regelmäßig zu evaluieren, um ihre Wirksamkeit nachhaltig zu erhöhen Fachkräfte benötigen verlässliche Rahmenbedingungen im Alltag. Dazu gehören eine leistungsfähige Verkehrs- und Digitalinfrastruktur, bedarfsgerechte Betreuungsangebote für Kinder und Pflegebedürftige, gut erreichbare Nahversorgung und Naherholung sowie eine qualitativ hochwertige, flächendeckende Gesundheitsversorgung. Angebote des öffentlichen Nahverkehrs sind mit Arbeits- und Betreuungszeiten besser zu verzahnen, um die Vereinbarkeit von Privat- und Erwerbsleben in allen Familienformen zu erleichtern. Mecklenburg-Vorpommern muss qualifizierte Fachkräfte aktiv gewinnen, begleiten und langfristig binden. Ausländerbehörden und Anerkennungsstellen sind zu verlässlichen Partnern der Unternehmen weiterzuentwickeln und müssen einheitliche, zügige Verfahren nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz sicherstellen. Eine gelebte Willkommenskultur für Fachkräfte und ihre Familien ist als Standortfaktor zu stärken. Unterstützende Strukturen wie Welcome-Center tragen wesentlich zur Integration und Orientierung bei. 27 29 31 30 28 Vertiefendes Forderungspapier: » Industriepolitischen Positionen „Industrieland Mecklenburg-Vorpommern 2030” » Positionen der IHK zu Schwerin zur Fach- und Arbeitskräftesicherung
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