Wirtschaftspolitische Positionen 2026 der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin

28 I Wirtschaftspolitische Positionen 2026 „Triple Helix +“ als Innovationsmotor etablieren Innovations- und Bildungsstandort Westmecklenburg profilieren Glasfaserausbau konsequent beschleunigen Mobilfunkversorgung flächendeckend sicherstellen 5G-Ausbau strategisch und flächendeckend vorantreiben Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ist systematisch auszubauen und um Öffentlichkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit zu ergänzen. Transferinstitute, Technologieparks und intermediäre Einrichtungen sind als zentrale Austausch- und Entwicklungsräume zu stärken. Vorgründungsphasen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind zu etablieren. Meilensteine sind als Erfolgskriterium anzuerkennen, um auch disruptive Innovationen zu ermöglichen. Durch die Schaffung von Technologie-Startups mit internationaler Strahlkraft (Leuchttürme) sollen weitere Gründer inspiriert, die Aufmerksamkeit von Investoren erhöht und das regionale Startup-Ökosystem auf ein neues Level gehoben werden. Der Hochschul- und Forschungsstandort ist breiter aufzustellen, besser zu vernetzen und national wie international sichtbarer zu machen. Bestehende Einrichtungen sind gezielt auszubauen und strategisch zu ergänzen. Besonders in Ludwigslust-Parchim und Schwerin müssen die Hochschulangebote und eine entsprechende soziale Infrastruktur mit auf Unternehmensthemen fokussierte Schwerpunkten sichtbar werden. Schwerpunkte liegen unter anderem in Holz- und Ernährungswirtschaft, Energie, Mobilität, Logistik, Robotik/Automatisierung sowie Gesundheitswirtschaft und Life Science. Eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, Wohnen und Arbeiten, Landwirtschaft und Tourismus. Bestehende Ausbaugebiete sind zügig anzuschließen, insbesondere an Gewerbe- und Industriestandorten. Ausbauprozesse sind zu beschleunigen und Kommunen sowie Unternehmen umfassend zu unterstützen. Funklöcher und Lücken im LTE-Netz sind schnellstmöglich zu schließen. Der eigenwirtschaftliche Ausbau der Netzbetreiber ist wirksam mit der Infrastrukturgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern zu verzahnen. Geplante Mobilfunkstandorte sind zügig umzusetzen. Die Auswirkungen der 2G-Abschaltung auf ländliche Räume sind eng zu begleiten. 5G ist als Grundlage moderner digitaler Anwendungen landesweit zügig auszubauen. Frequenzvergaben müssen die prioritäre Erschließung ländlicher Räume sicherstellen. Mecklenburg-Vorpommern soll eine abgestimmte 5G-Strategie entwickeln und deren Umsetzung aktiv steuern. 53 54 55 56 57 Vertiefendes Forderungspapier: » Industriepolitischen Positionen „Industrieland Mecklenburg-Vorpommern 2030” » 5G - Digitale Infrastruktur als Innovationstreiber im ländlichen Raum

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