IHK-Wirtschaftsmagazin WIKO - Ausgabe 01/02 2026

Bild: IHK/Fischer Unter dem Motto „Zeitenwende: Sicherheits- und Verteidigungsindustrie als Chance“ rückten die Veranstalter aktuelle industriepolitische Entwicklungen, neue Wertschöpfungsketten und die Frage nach unternehmerischer Resilienz in den Fokus. Mit rund 200 Entscheiderinnen und Entscheidern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft bot der Kongress Gelegenheit, über die Rolle der Industrie als Stabilitäts- und Zukunftsfaktor für das Land zu diskutieren. Ziel war es, Orientierung zu geben in wirtschaftlich unsicheren Zeiten und konkrete Impulse für ein tragfähiges industrielles Fundament in Mecklenburg-Vorpommern zu setzen. Bei der Eröffnung führte Matthias Belke, Präsident der IHK zu Schwerin, ins Thema ein — begleitet von der Moderatorin Silke Hasselmann vom Deutschlandradio. Präsident Belke machte in seiner Eröffnungsrede deutlich: Industrie sei weit mehr als reine Produktion. Für ihn stand fest: Wenn Mecklenburg-Vorpommern über seine Zukunft spricht, muss immer auch die Zukunft der Industrie mitgedacht werden. Nur so könne das Land wirtschaftlich unabhängig, modern und wettbewerbsfähig bleiben. Uwe Nerger, Brigadegeneral a.D., ordnete das Kongressthema ein. Sicherheit wurde dabei umfassend verstanden – nicht nur militärisch, sondern auch zivil-ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich –, insbesondere vor dem Hintergrund nichtlinearer Krisenverläufe und komplexer Katastrophenszenarien. Die Einbindung von Wirtschaft und Gesellschaft sei zur Sicherung der nationalen Resilienz unerlässlich. Dies beträfe weite Teile von Industrie, Dienstleistung, Handel und Handwerk.  UNTERSTÜTZUNG AUS DER POLITIK Ministerpräsidentin Schwesig rief dazu auf, neu über Bevölkerungs- und Zivilschutz nachzudenken. Die sicherheitspolitische Lage gebiete es, verstärkt Ressourcen in eine bessere Ausrüstung für Bundeswehr und die zivile Infrastruktur zu stecken. Sie begrüßte es ausdrücklich, dass die IHKs in MV ihren Industriekongress dem Thema widmen. Denn wenn es schon notwendig sei, immense Summen in Verteidigung und Zivilschutz zu stecken, dann sollten möglichst viele regionale Unternehmen davon profitieren können. Jochen Schulte, Staatssekretär für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus, legte in seinem Grußwort dar, inwieweit die Landesregierung Unternehmen bei Neuansiedlungen unterstütze. Ziel des Landes sei, regionale Produzenten und Dienstleister mit Unternehmen außerhalb des Landes zu vernetzen. Im Programm standen Beiträge über aktuelle und geplante Beschaffungen bei der Bundeswehr, der Zugang zu öffentlichen Aufträgen und VergabeverAm 12. Dezember 2025 fand in der IHK zu Schwerin der Industrie-Kongress Mecklenburg-Vorpommern der IHKs in MV statt — wieder einmal ein deutliches Zeichen dafür, dass Industrie und wirtschaftliche Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern Hand in Hand gehen. Mehr Resilienz und Aufträge IHK ZU SCHWERIN Dr. Dorothee Wetzig  0385 5103-307 wetzig@schwerin.ihk.de 24  Existenzgründungen & Unternehmensförderung Wirtschaftskompass 01 | 02 | 2026

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