IHK-Jahresbericht 2025

Hoffnung und Ernüchterung Matthias Belke Präsident Foto: info@paperheroes.de Lisa Haus Hauptgeschäftsführerin Bereits im Januar 2025 bezeichnete die IHK zu Schwerin in ihrer Bilanz zur Lage der Unternehmen in Westmecklenburg das Jahr 2024 als „verschenktes Wirtschaftsjahr“. Die stark gestiegenen Energiekosten, der anhaltende Kostendruck und die schwache Konsumnachfrage bringen viele Betriebe an ihre Grenzen. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen - das Rückgrat unserer Wirtschaft – stehen seit Jahren unter erheblichem Druck. Vorgezogene Bundestagswahl Die Chance für einen Neuanfang in der Wirtschaftspolitik besteht mit der vorgezogenen Bundestagwahl am 23.02.2025. Und tatsächlich stimmt der Koalitionsvertrages der neuen Bundesregierung hoffnungsvoll, dass die seit langem bestehenden Forderungen der Unternehmen endlich konkret und entscheidend angepackt werden. Die angekündigte spürbare und dauerhafte Senkung der Energiepreise ist dabei eines der dringend benötigten Zeichen. Weitere wichtige Themen zu dieser Zeit: Die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß senken und die Netzentgelte reduzieren. Beim Gaspreis darf die Streichung der Gasspeicherumlage aber nur der Anfang sein. Doch beim Ausbau des Wasserstoffkernnetzes droht Mecklenburg-Vorpommern weitgehend leer auszugehen. Hier erwartet die Wirtschaft eine klare Strategie, um die Erzeugung grüner Energien, deren Umwandlung, Speicherung und Anlandung an den LNG-Terminals eng im Land zu vernetzen. Eine Wertschöpfung darf sich nach Ansicht der IHK nicht auf bestehende Industriezentren beschränken. Deutschlandtempo ausweiten Beim Bekenntnis zum Abbau bürokratischer Hürden und der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sind Licht Foto: info@paperheroes.de 2 IHK zu Schwerin | Bericht 2025

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