Wirtschaftspolitische Positionen 2026 der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin

15 Wirtschaftspolitische Positionen 2026 I Eigenverantwortung, Leistung und Chancengleichheit stärken Bildungspolitik konsequent qualitäts- und kompetenzorientiert ausrichten Allgemeinbildende Schulen praxis- und berufsorientiert weiterentwickeln Berufsschulen als Kern der dualen Ausbildung stärken Bildungserfolg setzt Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft und Offenheit für lebenslanges Lernen voraus. Politik und Verwaltung müssen verlässliche Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige Bildung in allen Lebensphasen schaffen. Chancengleichheit ist dabei eine zentrale Voraussetzung für Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Eltern sind stärker in ihrer Mitverantwortung für Bildungs- und Ausbildungserfolge einzubinden. Bildung muss von der frühkindlichen Förderung bis zur Weiterbildung flächendeckend qualitativ hochwertig und gut erreichbar sein. Zentrale Kompetenzen sind Sprach- und Mathematikkenntnisse, naturwissenschaftliche Grundlagen, Medien- und Digitalkompetenz sowie analytisches, kreatives und selbstständiges Denken. Interkulturelle und methodische Fähigkeiten sind als Schlüsselqualifikationen systematisch zu stärken. Allgemeinbildende Schulen legen die Grundlage für Ausbildungsfähigkeit und Berufswahlkompetenz. Sie benötigen eine verlässliche personelle und finanzielle Ausstattung sowie moderne Lehr- und Lernmethoden. Praxis- und Wirtschaftsbezug, Berufs- und Studienorientierung sowie verbindliche Schulpraktika sind frühzeitig, systematisch und gemeinsam mit der Wirtschaft auszubauen. Berufsschulen sind ein zentraler Pfeiler der Fachkräftesicherung und müssen qualitativ, personell und technisch zukunftsfähig aufgestellt werden. Digitale und hybride Lernformate sind konsequent auszubauen. Lehrkräfte sind entsprechend auszustatten und fortzubilden. Leistungsorientierung, Talentförderung und gezielte Unterstützung leistungsschwächerer Auszubildender sind sicherzustellen. Ein abgestimmtes Block- und Teilzeitmodell sowie die Synchronisierung der Berufsschulzyklen ermöglichen hybride Unterrichtsformen, verbessern die Planbarkeit und harmonisieren den Ausbildungsablauf. Ähnliche Ausbildungsinhalte sollte berufsübergreifend vermittelt werden, um Synergien zu nutzen und Unterrichtsqualität zu steigern. 17 18 19 20 Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen systematisch ausbauen Enge und dauerhafte Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Fachkräftesicherung. Sie ermöglichen frühzeitige Einblicke in regionale Berufs- und Ausbildungsperspektiven. Die Partnerschaften sind strukturell zu stärken und durch gemeinsame Projekte, Wettbewerbe und digitale Innovationsformate praxisnah weiterzuentwickeln. 21

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