Wirtschaftspolitische Positionen 2026 der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin

16 I Wirtschaftspolitische Positionen 2026 Ausbildungsmarketing bündeln und modernisieren Einheitliches, zukunftsfähiges Bildungssystem bundesweit etablieren Zugang zur dualen Ausbildung landesweit sichern Vertiefendes Forderungspapier: Durchlässige und flexible Bildungswege sichern Junge Menschen sind zielgruppengerecht und medienadäquat über Ausbildungs- und Karrierechancen in der Region zu informieren. Gemeinsame Marketinginitiativen von Land, Wirtschaft und IHK sind fortzuführen und weiterzuentwickeln. Die IHK-Lehrstellenbörse und regionale Schulkooperationen sind gezielt auszubauen, um Fachkräftepotenziale in der Region zu halten und Rückkehrer systematisch anzusprechen. Bildungschancen dürfen nicht vom Wohnort oder der (Hoch-)Schulform abhängen. Bund und Länder müssen ein einheitliches, durchlässiges Bildungssystem mit vergleichbaren Qualitätsstandards, Lerninhalten und Leistungsmaßstäben sicherstellen. Abgestimmte Übergangsregelungen, verbindliche digitale Kompetenzen und praxisorientiertes Lernen stärken Mobilität, Anerkennung von Qualifikationen und langfristig die Fachkräftesicherung in allen Regionen. Berufe, die in Berufsfachschulen ausgebildet werden, sollten auch als duale Ausbildungen ermöglicht werden, damit Unternehmen ihren Fachkräftebedarf aus eigener Kraft sichern können. Dies gilt insbesondere für Gesundheitsberufe. Das Land sollte Modellprojekte zur Einführung dualer Ausbildung in diesen Bereichen gezielt unterstützen. Die Attraktivität und Erreichbarkeit der dualen Ausbildung muss im gesamten Flächenland Mecklenburg-Vorpommern gewährleistet sein. Lange Anfahrtswege dürfen kein Hindernis für Ausbildungserfolg sein. Deshalb sind flexible Schulwechsel zu ermöglichen, wenn eine näher gelegene Berufsschule den Wohn- oder Ausbildungsort besser erreicht. Maßgeblich sollte die tatsächliche Entfernung sein. Ein verlässliches, bedarfsgerechtes System für Schülertransporte ist ebenso sicherzustellen wie ausreichende, bezahlbare Unterkunftsmöglichkeiten für Auszubildende. Bestehende Schülerwohnheime sind zu erhalten und durch innovative, temporäre Wohnformen zu ergänzen, um den Zugang zur Berufsschule flächendeckend zu sichern. » Positionen der IHK zu Schwerin zur Fach- und Arbeitskräftesicherung » Gemeinsame Erklärung der Berufsbildungsausschüsse der IHKs in MV zur Sicherung und Modernisierung der Berufsschulstandorte in Mecklenburg-Vorpommern Übergänge zwischen Schularten, beruflicher und akademischer Bildung sind ohne unnötige Hürden zu gestalten. Anrechnungsverfahren sind auszubauen, Weiterqualifizierungen gezielt zu fördern und praxisnahe Verbundstudiengänge sowie berufsbegleitende Angebote zu stärken. Bildungswege müssen auch bei zusätzlichen Anforderungen – etwa durch gesellschaftliche Pflichtdienste – flexibel und attraktiv bleiben. 22 24 25 23

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