22 I Wirtschaftspolitische Positionen 2026 Wettbewerbsfähige Strompreise als Standortfaktor anstreben Resiliente und ressourceneffiziente Räume entwickeln Netzausbaukosten bundesweit fair verteilen International wettbewerbsfähige Strompreise sind Voraussetzung für Investitionen und industrielle Wertschöpfung. Die Stromsteuer ist auf das europäische Mindestniveau abzusenken. Zusätzliche Belastungen, insbesondere beim Eigenverbrauch, sind abzubauen. Lokal überschüssiger Strom ist konsequent zu nutzen und in speicherfähige Energieformen umzuwandeln, um den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft zu ermöglichen. Anpassungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft sind zentrale Voraussetzungen für eine zukunftsfähige wirtschaftliche Entwicklung. Umwelt- und Klimaschutz sind dabei konsequent mit wirtschaftlicher Nutzung zu verbinden, um Synergien zu heben und regionale Wertschöpfung zu stärken. Ländliche wie urbane Räume sind durch einen nachhaltigen Umgang mit Landschaften, Böden, Wasser und Biodiversität gezielt zu stärken. Innovationen, Start-ups, Netzwerke und Pilotprojekte zur Kreislaufwirtschaft sind auszubauen, regionale Recycling- und Sekundärrohstoffmärkte zu entwickeln und durch einheitliche Qualitätsstandards zu stützen. Leitgedanke soll sein, auf verfügbaren Flächen eine konsequente Mehrfachnutzung zu ermöglichen, um sie effizient zu nutzen. Die öffentliche Hand soll diese Entwicklung durch ihre Beschaffungs- und Baupolitik aktiv vorleben. Die Kosten des Netzausbaus dürfen nicht zu regionalen Wettbewerbsnachteilen führen. Sie sind bundesweit gerecht über alle Spannungsebenen zu verteilen. Regionen mit hoher Bedeutung für die Energiewende dürfen wirtschaftlich nicht benachteiligt werden. 37 39 38 Vertiefendes Forderungspapier: » Industriepolitischen Positionen „Industrieland Mecklenburg-Vorpommern 2030”
RkJQdWJsaXNoZXIy MTkyOTU0Ng==