3 Wirtschaftspolitische Positionen 2026 I Westmecklenburg steht vor tiefgreifenden wirtschaftlichen, demografischen und technologischen Veränderungen. Die Unternehmen der Region übernehmen Verantwortung für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Stabilität und ökologische Nachhaltigkeit. Grundlage ihres Handelns ist die Soziale Marktwirtschaft, unternehmerische Freiheit und das Leitbild der ehrbaren Kaufleute. Dieses Positionspapier formuliert zentrale wirtschaftspolitische Forderungen, um Westmecklenburg als attraktiven, wettbewerbsfähigen sowie resilienten Wirtschafts- und Lebensraum weiterzuentwickeln. Entscheidend ist dabei ein verlässlicher Ordnungsrahmen, der Innovation ermöglicht, Investitionen erleichtert und Bürokratie spürbar abbaut. Zukunft gemeinsam mit der Wirtschaft gestalten Eine erfolgreiche Zukunft Westmecklenburgs setzt verantwortungsbewusst handelnde Unternehmen, unternehmerische Freiheit und verlässliche Rahmenbedingungen der Sozialen Marktwirtschaft voraus. Die Wirtschaft ist ein zentraler Stabilitäts- und Gestaltungsfaktor für Beschäftigung, Wertschöpfung und gesellschaftlichen Zusammenhalt und verdient Anerkennung sowie Akzeptanz. Politische Entscheidungen müssen wirtschaftliche Auswirkungen frühzeitig berücksichtigen und im Dialog auf Augenhöhe mit der regionalen Wirtschaft entstehen. Zur Stärkung von Resilienz und Krisenfestigkeit braucht es sichere Infrastrukturen, digitale Leistungsfähigkeit, stabile Lieferketten sowie enge Kooperationen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. 1 2 3 Region wettbewerbsfähig entwickeln Westmecklenburg braucht eine aktive Regional- und Landesentwicklung, die Wettbewerbsfähigkeit, Lebensqualität und wirtschaftliches Wachstum konsequent zusammendenkt. Voraussetzung dafür sind wettbewerbsfähige Steuer- und Abgabenstrukturen, ausreichend verfügbare Gewerbe- und Industrieflächen sowie schnelle, digitale und verlässliche Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren. Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Ausbildung und Freizeit müssen integrierter entwickelt werden, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Der demografische Wandel ist dabei nicht nur Herausforderung, sondern Chance für neue Geschäftsmodelle, innovative Dienstleistungen und eine zukunftsfähige Positionierung Westmecklenburgs als attraktiver Lebens- und Arbeitsraum. Bildung leistungsfähig machen Eine leistungsfähige Bildungs- und Weiterbildungspolitik ist der zentrale Hebel für Fachkräftesicherung, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bildung muss konsequent qualitäts- und kompetenzorientiert ausgestaltet sein und Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft sowie Chancengleichheit gleichermaßen stärken. Allgemeinbildende Schulen und Berufsschulen müssen praxisnah, modern und personell gut ausgestattet weiterentwickelt werden, wobei die duale Ausbildung als Kernmodell besondere Bedeutung hat. Enge, systematische Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen sowie ein gebündeltes, zeitgemäßes Ausbildungsmarketing verbessern Berufsorientierung und regionale Bindung junger Menschen. Durchlässige und flexible Bildungswege zwischen beruflicher und akademischer Bildung sind ohne unnötige Hürden zu sichern. Langfristig muss es bundesweit vergleichbare Qualitätsstandards und ein zukunftsfähiges Bildungssystem geben, das Mobilität ermöglicht und Fachkräftepotenziale unabhängig vom Wohnort erschließt. ZUSAMMENFASSUNG
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