Bild: IHK Für die IHK-Ausbildungsunternehmen und die Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen beginnen bereits jetzt die heißen Bewerbungs- und Entscheidungsphasen für den Ausbildungsstart 2026. Vielen Ausbildungsplatzsuchenden fällt es schwer, eine Bewerbung zu schreiben, sich zu trauen. Umso wichtiger ist es für die Ausbildungsunternehmen auch gut und konsequent mit den eingehenden Bewerbungen umzugehen. Eine schnelle Bestätigung, dass die Bewerbung eingegangen ist, ist das Minimum, verbunden mit der Aussicht auf eine schnelle Entscheidung bzw. Einladung zu einem Bewerbungstest bzw. einem Bewerbungsgespräch. Für den Ausbildungsstart im Sommer 2026 werden wieder mehr Angebote als Nachfragende erwartet. Das ist auf der einen Seite gut, zeigt es doch den Ausbildungswillen der IHK-Unternehmen Westmecklenburgs und den Willen, die langfristig benötigten Fachkräfte selber durch eine duale Berufsausbildung heranzuziehen. Damit geht aber auch einher, dass Ausbildungsplatzbewerber nicht warten müssen, bis sie ein Signal auf ihre Bewerbung bekommen. Bleibt dieses aus, werden sie sich umorientieren. Sie werden wahrscheinlich mehrere Bewerbungen versendet haben. Und hier gilt: Wer zuerst kommt und reagiert gewinnt. Wir fordern von unseren Schulabgängern, sich umgehend für eine Berufsausbildung zu entscheiden. Das gilt aber auch für die Ausbildungsunternehmen. Auch diese müssen sich zeitnah und verlässlich entscheiden und den Ausbildungsvertrag möglichst schnell und konsequent abschließen. Die getroffenen Vereinbarungen können zügig in eine Vertragsform gebracht werden. Die IHK zu Schwerin nutzt dabei seit Jahren den Berufsausbildungsvertrag online. Das spart Zeit, Schreibaufwand und Porto. Alle IHK-Ausbildungsunternehmen Westmecklenburg verfügen über einen Zugang zum System. Ziel ist es, schnell die Anträge auf Eintrag zu bearbeiten und dem Ausbildungsunternehmen die von der IHK zu Schwerin bestätigten Verträge zur Verfügung zu stellen. Schließlich geht es um die Planungssicherheit der Unternehmen, der künftigen Auszubildenden und nicht zuletzt der zuständigen Berufsschulen. Damit darf es aber nicht erledigt sein. Die Zeit bis zum Ausbildungsstart ist noch lang. Die Pflege der künftigen Mitarbeiter kann sofort beginnen. Es spricht nichts dagegen, den künftigen Auszubildenden unregelmäßig in das Unternehmen bzw. zu bestimmten Veranstaltungen einzuladen. Das schafft Bindung zum Unternehmen, Vertrauen und vermittelt den jungen Menschen, dass sie wichtig sind und gebraucht werden. Vorbereitung der Ausbildung bedeutet also nicht nur die Bereitstellung des Ausbildungsplatzes, des Werkzeugs und der Arbeitskleidung. Es beginnt bereits mit dem Eingang der Bewerbung im Unternehmen. AUSBILDUNG IM UNTERNEHMEN Frühstart gewollt Aus- und Weiterbildung 23 Wirtschaftskompass 03 | 04 | 2026
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