Die EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer und WEMAGVorstände haben im Beisein von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Anfang des Jahres eine Vereinbarung über ein Investitionsdarlehen in Höhe von 220 Mio. Euro für den Ausbau der Stromnetzinfrastruktur unterzeichnet. Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat dem Energie- und Infrastrukturunternehmen WEMAG ein Darlehen in Höhe von 220 Mio. Euro zugesagt. Damit kann das Unternehmen mehr als ein Drittel der für die kommenden vier Jahre geplanten Netzinvestitionen finanzieren. Das Engagement der EIB ist ein wesentlicher Beitrag dazu, dass Haushalte, Gewerbe und Industrie in Westmecklenburg auch künftig zuverlässig mit erneuerbarem Strom versorgt werden – zu planbaren, wettbewerbsfähigen Preisen. GROSSE BEDEUTUNG FÜR WESTMECKLENBURG Die Anforderungen an den Netzausbau steigen in Westmecklenburg durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien, insbesondere den starken Zubau von Photovoltaik, sowie durch die zunehmende Elektromobilität. Die Einspeisung aus großen Solarparks und dezentralen Dachanlagen führt zu neuen Lastflüssen und erfordert leistungsfähigere Netzstrukturen. Mit den geplanten Investitionen stärkt die WEMAG die Netz- und Versorgungssicherheit, schafft die Grundlage für die Integration neuer energieeffizienter Technologien und ermöglicht langfristig den stabilen Betrieb des Stromnetzes für Haushalte, Gewerbe und Industrie. Die Investitionen machen das Netz fit für mehr Photovoltaikanlagen auf Dächern, für Wärmepumpen und Ladepunkte für Elektroautos – direkt dort, wo Menschen leben und arbeiten. Die WEMAG Netz GmbH plant bis 2033 Investitionen in Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden Euro in die Netzinfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern. GRÖSSTER KOMMERZIELLER BATTERIESPEICHER Der WEMAG-Batteriespeicher, in dem der Vertrag unterzeichnet wurde, ist eine Wegmarke der regionalen Energiewende: 2014 ging er als Europas größter kommerzieller Batteriespeicher in Betrieb und zeigte, welchen Beitrag Energiespeicherung leisten kann, Schwankungen bei der Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen und die Netzstabilität zu sichern. Mittlerweile stellt der Lithium-Ionen-Speicher mit einer Leistung von 16 Megawatt und einer Kapazität von 20 Megawattstunden auch andere Systemdienstleistungen wie Schwarzstartfähigkeit oder Blindleistung bereit und ist damit doppelt wegweisend: Er zeigt technisch neue Bausteine, um im Zusammenspiel mit Wind und Sonne die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten, und er ist gleichzeitig wirtschaftlich betreibbar. Der Standort steht damit für Fortschritt, Innovation und nachhaltige Energieversorgung in Mecklenburg-Vorpommern. EUROPÄISCHE UNTERSTÜTZUNG Die EIB stellt von 2023 bis 2027 zusätzlich 45 Milliarden Euro zur Finanzierung erneuerbarer Energien bereit, um das REPowerEU-Ziel zu unterstützen und die Abhängigkeit Europas von Importen fossiler Brennstoffe aus Russland zu beenden. Im Jahr 2025 hat die EIB 3,7 Milliarden Euro in deutsche Energieprojekte investiert – von Strom- und Wärmenetzen bis hin zu erneuerbaren Erzeugungsanlagen – und damit die Versorgung von Millionen Haushalten und Tausenden Unternehmen abgesichert. Die EIB ist der größte Finanzierer von Energiesicherheit und Stromnetzen in Europa. Das Darlehen an die WEMAG ist Teil einer breiteren Unterstützung der EIB für Strom- und Wärmenetze in ganz Deutschland, mit der die EU Bank die Transformation des Energiesektors beschleunigt, die Energiesicherheit stärkt und die Grundlage für eine verlässliche, klimafreundliche Energieversorgung für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen legt. WEMAG Darlehen für Netzinfrastruktur EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer (3. v.l.) und WEMAG-Vorstände Caspar Baumgart und Thomas Murche unterzeichnen im Beisein von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig den Darlehensvertrag. Bilder: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer; Pixabay/Blickpixel Wirtschaftsregion Westmecklenburg 5 DR. DIANA KUHRAU Pressesprecherin der WEMAG- Unternehmensgruppe 0385 755-2289 presse@wemag.com Wirtschaftskompass 03 | 04 | 2026
RkJQdWJsaXNoZXIy MTkyOTU0Ng==