IHK-Wirtschaftsmagazin WIKO - Ausgabe 07/08 2026

Bild: CDU  DER STAAT DARF WACHSTUM NICHT AUSBREMSEN Mecklenburg-Vorpommern hat enormes Potenzial. Gute Fachkräfte, starke mittelständische Betriebe, attraktive Hochschulstandorte und Platz für neue Industrie. Was oft fehlt, sind nicht Ideen oder Leistungsbereitschaft, sondern politische Rahmenbedingungen, die ein Wachstum tatsächlich ermöglichen. Viele Unternehmen erleben heute eher einen Staat, der bremst statt ermöglicht. Genehmigungen dauern zu lange, Förderprogramme ändern sich ständig und neue Vorschriften kommen schneller hinzu, als alte verschwinden. Selbst zusätzliche Feiertage werden beschlossen, während viele Betriebe längst unter Fachkräftemangel, hohen Energiekosten und wachsender Unsicherheit leiden. Manche Unternehmer brauchen inzwischen mehr Geduld für Anträge als Mut für Investitionen. Genau hier muss Politik ansetzen. Wirtschaft braucht wieder Luft zum Arbeiten. Politik muss Rahmenbedingungen definieren, in der eine soziale Marktwirtschaft möglich ist, aber keine Steuerung für ein eigenes ideologisches Wirtschaftssystem, die Staatsquote muss deutlich nach unten korrigiert werden. Wir schlagen für den Anfang der Legislaturperiode ein Effizienzgesetz vor, wonach alle bestehenden Berichts - und Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten bis zum 31. Dezember 2027 auslaufen. Jede Beibehaltung einer Pflicht muss durch ein Fachgesetz gesondert geregelt werden. Dadurch erreichen wir eine Beweislastumkehr. Nicht der Abbau der Bürokratie muss begründet werden, sondern ihr Fortbestand. Deshalb setzen wir auf schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und mehr Planungssicherheit. Gesetze sollen künftig stärker darauf geprüft werden, welche Folgen sie für Wachstum, Mittelstand und Arbeitsplätze haben. Was Investitionen unnötig erschwert, gehört abgeschafft. Verwaltungsverfahren müssen digitaler, einfacher und verbindlicher werden. Wer investieren will, braucht Tempo statt endloser Behördenschleifen.  WETTBEWERBSFÄHIGKEIT STATT SYMBOLPOLITIK Gerade Handwerk, Mittelstand und Industrie brauchen wieder bessere Bedingungen. Dazu gehören wettbewerbsfähige Energiepreise, moderne Infrastruktur und eine Verwaltung, die Probleme löst, statt neue zu schaffen. Deshalb wollen wir Bürger und Unternehmen bei den Stromkosten entlasten und insbesondere das produzierende Gewerbe stärken. Wirtschaftliche Stärke entsteht nicht durch Symbolpolitik, sondern durch gute Standortbedingungen, verlässliche Energieversorgung und Investitionen.  OHNE FACHKRÄFTE KEIN WACHSTUM Viele Betriebe finden schon heute keine Nachfolger oder Auszubildenden mehr. Deshalb wollen wir die berufliche Bildung stärken: mit modernen Berufsschulen, mehr Praxisbezug, einer kostenfreien Meisterausbildung und einer Azubi-Prämie für Engpassberufe. Gerade im ländlichen Raum machen konkrete Entlastungen wie das Azubi-Ticket oder der Führerscheinzuschuss oft einen echten Unterschied. Berufliche und akademische Bildung dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden. Mecklenburg-Vorpommern braucht beides. Auch die Anerkennung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse muss schneller und unbürokratischer werden. Wer qualifiziert ist und arbeiten will, darf nicht monatelang auf Entscheidungen warten. Unternehmen brauchen hier endlich verlässliche Unterstützung statt neuer Hürden. Wer Fachkräfte im Land halten will, muss Familien Eigentum wieder stärker ermöglichen. Deshalb setzen wir auf das MV-Baukindergeld, bessere Rahmenbedingungen beim Wohnungsbau und mehr Planungssicherheit für Bauherren. Eigentum darf nicht wieder zum Luxus werden.  ZUKUNFT ENTSTEHT NICHT VON ALLEIN Mecklenburg-Vorpommern muss attraktiver für Innovationen und neue Technologien werden. Forschung, Startups und Ausgründungen wollen wir stärker fördern und Hochschulen enger mit Unternehmen vernetzen. Die Notwendigkeit einer höheren Risikokapitalausstattung muss seitens des Landes geprüft werden. Gerade bei Digitalisierung, KI, Wasserstoff und neuen Industrieansiedlungen liegen große Chancen für unser Land. MV braucht keinen Staat, der alles besser weiß. Sondern bessere Bedingungen für die Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, Arbeitsplätze schaffen und dieses Land voranbringen.  Daniel Peters, Spitzenkandidat der CDU MV LANDTAGSWAHL 2026 Standortpolitik  15 Wirtschaftskompass 07 | 08 | 2026

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