Die Digitalisierungslotsin des Landkreises Nordwestmecklenburg, Antje Lasner, ist zentrale Ansprechpartnerin für Unternehmen, Solo-Selbstständige und weitere Akteure, wenn es um Digitalisierung, Innovation und Zukunftsfähigkeit geht. Ihre Unterstützung – von der ersten Orientierung über konkrete Formate bis hin zur Projektbegleitung oder Vernetzung – ist dank öffentlicher Förderung kostenfrei. Als Teil des InnovationPorts Wismar und des Netzwerks digitales MV ist sie regional und landesweit gut vernetzt. Frau Dr. Wetzig, Fachberaterin für Digitalisierung in der IHK zu Schwerin, war mit ihr im Gespräch. Frau Lasner, was genau macht ein Digitalisierungslotse – und wie unterscheidet sich Ihre Rolle von klassischen Unternehmensberatern? Als Digitalisierungslotsin unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Themen rund um Digitalisierung, Innovation und Arbeitsorganisation zu sortieren. Gemeinsam klären wir, wo ein Betrieb aktuell steht, welche Ziele verfolgt werden und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Ich arbeite dabei mit klaren, erprobten Methoden aus Projektmanagement, Prozessanalyse und ChangeManagement. Der Unterschied zur klassischen Beratung liegt darin, dass wir keine Lösungen verkaufen, sondern im Interesse der Unternehmen handeln: Wir schaffen Orientierung, stellen passende Angebote bereit und vernetzen bei Bedarf. Das Angebot ist öffentlich gefördert und für die Unternehmen kostenfrei. Wie läuft eine typische Erstberatung mit Ihnen ab – vom ersten Kontakt bis zum gemeinsamen Fahrplan? Der Einstieg erfolgt über ein erstes Gespräch, in dem wir das Anliegen gemeinsam einordnen. Je nach Fragestellung schauen wir entweder auf bestehende Prozesse oder auf Ziele und Zukunftsvorstellungen. Daraus entsteht ein klarer nächster Schritt: Entweder greifen konkrete Angebote des InnovationPorts wie Workshops oder Sprechstunden – oder das Thema wird in eine Projektbegleitung überführt. In jedem Fall bleibe ich feste Ansprechpartnerin und begleite den Prozess weiter. Zum dritten Mal brachte die Fachkonferenz „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ am 24. Februar 2026 Akteure aus Forschung und unternehmerischer Praxis im InnovationPort Wismar zusammen. Ziel des Formats ist es, Innovationsideen schneller in marktfähige Anwendungen zu überführen – durch direkten Dialog, kurze Pitches und gezielte Vernetzung. Veranstaltet wird die Konferenz von der IHK zu Schwerin, der Hochschule Wismar, dem InnovationPort Wismar und dem Open Factory Campus e.V. Gemeinsam entsteht eine Plattform, auf der Kooperationspartner zueinanderfinden. KLARE WORTE Schon die Eröffnung durch Prof. Dr. Daniela Schwerdt, Prorektorin der Hochschule Wismar, setzte den Ton für den Tag: Wissenschaft und Wirtschaft müssen enger zusammenrücken, um Innovationen schneller voranzutreiben. Die Hochschule bietet mit ihrem breiten Forschungsspektrum und Projekten wie dem Innovations- und Wissenschaftspark der Metropolregion Hamburg zahlreiche Anknüpfungspunkte für Kooperationen. Ralf Svoboda, Referatsleiter Technologie im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, ging in seinem Grußwort auf die Regionale Innovationsstrategie, Entbürokratisierung im Förderwesen sowie vorhandene Fördermittel ein. DIE WELT WARTET NICHT Ronny Freitag, Vizepräsident der IHK zu Schwerin, brachte die Perspektive der Unternehmen ein: Fachkräftesicherung, Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands und die klare Erwartung, dass Kooperationen mit Hochschulen Digitalisierung gemeinsam angehen WISSENSCHAFT TRIFFT WIRTSCHAFT Impulse für die Region ANTJE LASNER Digitalisierungslotsin für Wismar und Nordwestmecklenburg 03841 246 81 54 a.lasner@innovation-port.com www.innovation-port.com 30 Existenzgründung & Unternehmensförderung Wirtschaftskompass 03 | 04 | 2026
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