Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung. Für Unternehmen in Westmecklenburg sind zuverlässige Bahnverbindungen entscheidend – sowohl für den Güterverkehr als auch für die Mobilität von Fachkräften. Deshalb investiert die Deutsche Bahn umfangreich in die Infrastruktur MecklenburgVorpommerns. Neben dem Ausbau von Strecken und Bahnhöfen gewinnt insbesondere die Digitalisierung der Schiene an Bedeutung. „Die Schieneninfrastruktur ist ein wesentlicher Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Mit unseren Projekten schaffen wir die Voraussetzungen für mehr Leistungsfähigkeit, eine höhere Betriebsqualität und eine langfristig stärkere Anbindung des Wirtschaftsstandortes Westmecklenburg“, sagt Sylvia Lischke, Portfolioleiterin Schwerin/Neustrelitz, DB InfraGO. VERGANGENHEIT: GRUNDLAGEN FÜR DIE ZUKUNFT In den vergangenen Monaten wurden wichtige Modernisierungsprojekte umgesetzt. Im Zuge der Generalsanierung Hamburg–Berlin sowie auf den Zulaufstrecken über Schwerin Süd, Holthusen und Hagenow Land wurden Gleise, Weichen und technische Anlagen erneuert. Ein bedeutender Meilenstein war die Modernisierung der Strecke Ludwigslust–Parchim. Seit Juni 2026 ist die Strecke wieder in Betrieb. Sie wurde für Geschwindigkeiten bis 100 km/h ausgebaut und verfügt über modernisierte Bahnübergänge, Leit- und Sicherungstechnik sowie barrierefreie Stationen. Auch im Rostocker Seehafen wurde mit der Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks „Roter Riese“ ein erster wichtiger Schritt vollzogen. Die neue Anlage ersetzt zukünftig sieben ältere Stellwerke und ist Teil eines mehr als 300 Millionen Euro umfassenden Modernisierungsprogramms für den Hafenstandort. Sylvia Lischke ist stolz auf ihr Team, das mit Engagement und Expertise die Projekte in MecklenburgVorpommern (MV) managt. Es bedarf viel Verständnis und Geduld von allen Betroffenen. So Sylvia Lischke: „Uns ist bewusst, dass die Vielzahl an Baumaßnahmen aktuell eher zu Einschränkungen und Beeinträchtigungen im Bahnverkehr führen. Wir setzen alles daran, diese für die Wirtschaft und unsere Kunden so gering wie möglich zu gestalten.“ GEGENWART: AUSBAU UND DIGITALISIERUNG Aktuell steht die Ausbaustrecke Lübeck–Schwerin im Mittelpunkt. Das Projekt umfasst die Elektrifizierung der Strecke Lübeck–Bad Kleinen, den Neubau der Verbindungskurve bei Gallentin, die Modernisierung von Bahnhöfen sowie den Bau digitaler und elektronischer Stellwerke. Die Deutsche Bahn ist ein wichtiger Arbeitgeber insbesondere für Ingenieure und Spezialisten des Bausektors in MV. Als modernes Wirtschaftsunternehmen ist die Digitalisierung der Infrastruktur besonders wichtig. Moderne Stellwerkstechnik erhöht die Zuverlässigkeit, verbessert die Betriebssteuerung und schafft zusätzliche Kapazitäten auf bestehenden Strecken. ZUKUNFT: DAS DIGITALE BAHNNETZ ENTSTEHT Bis 2028 soll die elektrifizierte Ausbaustrecke Lübeck– Schwerin einschließlich neuer Stellwerkstechnik in Andreas Kruse, Leiter Portfolio Schwerin, DB InfraGO Ergänzende Informationen zu den Bauprojekten: www.bauprojekte. deutschebahn.com „Die Modernisierung der Infrastruktur bedeutet weit mehr als den Austausch einzelner Anlagen. Wir schaffen ein zukunftsfähiges System, das den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird – digitaler, leistungsfähiger und widerstandsfähiger gegenüber betrieblichen Herausforderungen“, betont Andreas Kruse, Leiter Portfolio Schwerin, DB InfraGO. WACHSTUMSMOTOR FÜR WESTMECKLENBURG Schienen- infrastruktur 32 Titelthema Wirtschaftskompass 07 | 08 | 2026
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