Herr Meyer, Sie leiten das Referat USHandelspolitik der DIHK. Angesichts der aktuell volatilen handelspolitischen Lage, insbesondere im Bereich der US-Zollpolitik, setzen Sie sich für verlässliche Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen ein. Welche Themen stehen derzeit im Mittelpunkt Ihrer Arbeit? Seit dem ich diese Aufgabe übernommen habe, gleicht kaum ein Tag dem anderen. Aktuell stehen vor allem die Zollpolitik der US-Administration und deren Auswirkungen auf deutsche Unternehmen im Fokus. Darüber hinaus beobachten wir weitere Maßnahmen der USA, die Einfluss auf europäische und deutsche Regulierung nehmen können, und bringen die Anliegen der deutschen Wirtschaft in die politischen Diskussionen ein. Welche Instrumente nutzen Sie und wer sind die Adressaten Ihrer Positionen, um die Interessen der deutschen Wirtschaft zu vertreten, und wie können Unternehmen ihre Erfahrungen und Anliegen in diesen Prozess einbringen? Wir stehen in engem Austausch mit Entscheidungsträgern in Berlin, Brüssel und Washington, darunter Ministerien, die Europäische Kommission, der US-Handelsbeauftragte (USTR) sowie Parlamente und Wirtschaftsverbände. Für unsere Arbeit sind die Erfahrungen der Unternehmen besonders wichtig: Konkrete Praxisbeispiele helfen uns, Auswirkungen politischer Maßnahmen gegenüber politischen Entscheidungsträgern anschaulich zu vermitteln. Sie beide sind überwiegend in Berlin tätig. Gibt es dennoch Möglichkeiten für Unternehmen aus Westmecklenburg, persönlich mit Ihnen in Kontakt zu treten – beispielsweise im Rahmen von Veranstaltungen oder Unternehmensbesuchen? Paul Meyer: Sehr gerne! Unternehmen können sich jederzeit direkt oder über ihre IHK an mich und meine Kollegen wenden. Gleichzeitig sind Einblicke in die betriebliche Praxis für unsere Arbeit sehr wertvoll. Daher freue ich mich auch über Einladungen zu Unternehmensbesuchen oder Veranstaltungen in der Region. Lennart Hesse: Das Deutschlandbüro berät Unternehmen in ganz Deutschland. Sehr gerne treffe ich sie für persönliche Gespräche in Westmecklenburg und freue mich über Einladungen zu Veranstaltungen in der Region. Wenn Sie Unternehmen aus Westmecklenburg nur einen Rat für das USA-Geschäft mitgeben könnten, welcher wäre das? Paul Meyer: Bleiben Sie informiert und verfolgen Sie handelspolitische Entwicklungen aufmerksam. Die Rahmenbedingungen können sich schnell ändern. Wer diese frühzeitig im Blick behält, kann Risiken besser einschätzen und Chancen gezielt nutzen. Lennart Hesse: Trotz handelspolitischer Spannungen und kritischer Schlagzeilen sollten Unternehmen den US-amerikanischen Markt nicht abschreiben. Im Gegenteil: Die USA bleiben ein dynamischer Wachstumsmarkt mit vielfältigen Chancen für deutsche Unternehmen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten. Die AHK USA unterstützt Sie dabei als verlässlicher Partner. Standortpolitik 15 Weitere Informationen und Projekte unter: www.bartram-bau.de Tel. 04871 778-0•info@bartram-bau.de >Entwurf und Planung > Alles aus einer Hand >Eigenes Fertigteilwerk >Festpreis >Fixtermin > 70 Jahre Erfahrung DAS INDIVIDUELLE BAU-SYSTEM ERFOLGREICHE PROJEKTE IM INDUSTRIE- UND GEWERBEBAU ÜBER 3.000 IHRE VISION UNSER PROJEKT Anzeigen im WIKO Telefon: 0385 760 520 Fax: 0385 760 52 60 anzeigen@maxpress.de www.maxpress.de Wirtschaftskompass 09 | 10 | 2026
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