IHK-Wirtschaftsmagazin WIKO - Ausgabe 09/10 2026

Mit dem Start der Berufsausbildung beginnt für jeden Jugendlichen ein neuer Lebensabschnitt. Eine neue Umgebung, neue Kontaktpersonen, neue Herausforderungen, alles ist aufregend. Deshalb ist es für die Ausbildungsunternehmen wichtig, vor allem die erste Zeit des neuen Lebensabschnittes erfolgreich zu gestalten, so dass der Start auch für alle Seiten ein Erfolg wird. Der Ausbildungsverantwortliche sollte auf seine Aufgabe vorbereitet sein und Zeit haben. Junge Menschen quasi nebenbei mitzunehmen und in die Ausbildung einzuführen, ist nicht ratsam. Gerade Jugendliche sind in neuen Situationen ausgesprochen sensibel. Ersteindrücke verfestigen sich schnell. Auszubildende aus den „oberen Berufsausbildungsjahren“ eignen sich gut als „Pate“ für die erste Zeit. Sie kennen das Unternehmen genauso gut und wissen, worauf es ankommt und sprechen die gleiche Sprache. Das erste „ernsthafte“ Gespräch sollte nicht erst am Ende der Probezeit stattfinden, sondern bereits nach vier Wochen, auf alle Fälle aber in der Mitte der Probezeit. Es geht dabei in erster Linie nicht um das Auswerten, sondern um das Aufnehmen, wie der Auszubildende die ersten Wochen und die ersten Erlebnisse erlebt hat. Daraus lassen sich wichtige Schlüsse für die kommende Zeit, die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit bzw. auf offene Fragen oder nicht ausgesprochene Probleme ziehen.  DAS ERSTE AUSBILDUNGSNACHWEISHEFT Jeder Auszubildende hat ein Ausbildungsnachweisheft zu führen. Natürlich weiß der junge Auszubildende nicht, was und wie er dies zu führen hat. Es sollte ihm also gezeigt und erläutert werden. Wichtig ist die Kontrolle und Unterschrift durch den Ausbildenden am Ende jeder Woche, sowie des Erziehungsberechtigten, solange der Auszubildende noch nicht volljährig ist. Die Ausbildungsnachweise können auch elektronisch geführt werden.  DIE WOCHENAUSWERTUNG Die ersten Ausbildungswochen sind lang. Sowohl der Ausbildende als auch der Auszubildende haben Erwartungen. Werden diese nicht ausgetauscht, entsteht ein leerer Raum, der zu Unzufriedenheit führen kann. Deshalb ist es wichtig, dass am Ende der ersten Ausbildungswoche ein gut vorbereitetes Gespräch stattfindet, um die erste Woche auszuwerten, die Erwartungen abgefragt werden, sowie erste Schwerpunkte bzw. Erwartungen für die zweite Woche abgeleitet werden.  DIE ABSTIMMUNG MIT DER BERUFSSCHULE Die Berufsschule ist der Partner im System der betrieblichen Berufsausbildung. Sie ist für die Vermittlung berufstheoretischer Grundlagen verantwortlich. Die Ausbildungsunternehmen folgen der sachlich-zeitlichen Gliederung, die Berufsschule dem Rahmenlehrplan. Beide Dokumente sind aufeinander abgestimmt. Im Verlauf der Berufsausbildung sollten die Partner Betrieb und Berufsschule regelmäßig aufeinander zugehen und die  WICHTIGE ERSTE WOCHEN Der Start entscheidet Als Auszubildende bei der IHK zu Schwerin befinde ich mich direkt an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Bildung. Genau diese Kombination macht den Alltag unglaublich dynamisch – hier wird die Zukunft unserer Region aktiv mitgestaltet. Was mir an meiner Ausbildung am meisten gefällt? Ganz klar die Möglichkeit, in so viele verschiedene Fachgebiete einzutauchen. Von der Aus- und Weiterbildung über die Standortpolitik bis hin zur Unternehmensgründung lerne ich regelmäßig neue, spannende Bereiche kennen. Dadurch sammle ich nicht nur wertvolle Erfahrungen, sondern kann auch herausfinden, wie meine berufliche Zukunft aussehen soll. Damit es nicht nur bei der Theorie bleibt, bin ich bei der IHK zu Schwerin von Anfang an fest in die Praxis eingebunden. Ob bei der Bearbeitung des täglichen Schriftverkehrs, der Beratung von Auszubildenden und Unternehmen oder der Organisation von Projekten und Veranstaltungen. Schon nach kurzer Zeit spürt man, dass die eigene Arbeit hier wirklich was bewegt.  MEINE AUSBILDUNG BEI DER IHK ZU SCHWERIN Eine Ausbildung, viele Möglichkeiten 18  Titelthema Wirtschaftskompass 09 | 10 | 2026 Bilder: AdobeStock; IHK

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